In den meisten Regelschulen ist es nach wie vor verpönt, die Finger als Rechenhilfe zu verwenden.
Das hat auch einen guten Grund: Der Mensch ist im Grunde kein dezimales Wesen, dennoch muß er im Alltag bis Neun zählen, um dann endlich zur 10 zu kommen.
Das Dezimalsystem ist Weltregel und Regelschule lehrt daher das Dezimalsystem – auch wenn dies völlig aus der Luft gegriffen ist.
Halt, könnte jemand einwerfen, wir haben aber doch (eh) 10 Finger, also paßt das doch.
Ganz falsch aber: Wir haben zwei mal fünf Finger. Damit können wir bequem bis 20 zählen: 1-2-3-4-10-11-12-13-14-20
Wem das zu schwer ist für den Anfang, der menschliche Körper hilft einem beim Lernen. Verwende nur die Hände (nicht Finger) um bequem bis 11 zu zählen: 1-10-11 (auch mit den Ohren, Augen oder Beinen geht das).
Jetzt, wo wir unseren Zahlenraum auf gemütliche 0en und 1en reduziert haben und wirklich jeder Leser nun müßte folgen können, treten wir den Beweis an, wie klein, ja geradezu winzig Google ist.
Wie jeder leicht nachlesen kann, lehnt sich der Name Google an das Googol an.
Was ist ein Googol? Nun, ein Googol ist eine Zahl ZehnHundert. Eine määächtig große Zahl, werden die nun rufen, die doch an meiner Einführung gescheitert sind.
Ja, tut mir leid, Ihr seid so indoktriniert, Euch kann ich nicht mehr helfen.
Denen von Euch, die an dieser Stelle noch bei mir sind, dämmert es bereits: Google ist gerade einmal sechszehn groß. Jämmerlich, kümmerlich – und davor fürchten sich manche nun so sehr, dass sie diesen Blog gar nicht lesen können, ohne ständig über ihre Schulter zu sehen?
Schlechte Nachrichten – die Konsequenz befiehlt, nun schonungslos mit der Wahrheit herauszurücken:
Google ist doch größer – viel größer jedenfalls für Dezimalfetischisten und weiterungebildete Regelschulabsolventen: Google ist 10000.
Ist das nun Grund, vor Google Angst zu haben? Gegenfrage: Fährt jemand von Euch mit der Bahn? Hier habt Ihr Grund zur Sorge:
Die ÖBB hat in etwa Dreiundvierzigtausend(10) Mitarbeiter, das sind dann human gerechnet je nach Vorliebe für Finger, Augen oder Ohren im besten Fall
2334000(5) oder problemaufwerfende 1010011111111000(2). Problemaufwerfend deshalb, da es zumindest in unserem Sonnensystem nicht genügend Menschen gibt, um alle Planstellen zu besetzen. Zumindest haben wir aber so echte Vollbeschäftigung.
Nein, uns ist etwas ganz seltenes, kostbares gelungen: Zwei Beweise in einem zu führen.
Nämlich, daß
a) die ÖBB die Ressourcen von mehr als einem Viertel der Bevölkerung verbrät und
b) der Mensch tatsächlich kein dezimales Wesen ist, da wir durch a) wissen, daß die ÖBB 2334000 Mitarbeiter hat.
Jetzt gilt es noch zu ergründen, warum um Himmels Willen wir dann immer noch im Dezimalsystem rechnen, aber das wird ein anderer Artikel behandeln…